ATTD Paris 2017

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Dieses Jahr wurde ich von der Firma Roche eingeladen, den Mitte Februar 2017 stattfindenden ATTD (Advanced Technologies & Treatments for Diabetes) in Paris zu besuchen. Beim ATTD handelt es sich um einen Diabetes-Kongress, der jährlich in einer anderen Stadt abgehalten wird. Auf dem mittlerweile 10. Kongress treffen sich viele Ärzte um sich auszutauschen, fortzubilden, Vorträge zu halten. Zudem stellen zahlreiche Firmen ihre neuesten Entwicklungen in der Behandlung von Diabetes vor.

Am 15. Februar 2017 machte ich mich somit hundemüde, aber voller Freude, um 03:00 in der Früh auf den Weg zum Flughafen Schwechat.

Dort angekommen gab es Probleme beim Check In. Es ist wie verhext – jedes Mal wenn ich mit dem Flugzeug reise, habe ich Probleme mit der Security aufgrund der Insulinpumpe, meines Infusion Sets oder dem Sensor. Ich wurde, wie bisher bei wirklich JEDEM Flug, abgetastet.

Dafür verlief der Flug problemlos. In Paris empfing meine zwei Begleiterinnen (Elke von www.einfach-zucker.at und Julia von Akku Chek Österreich) und mich strahlender Sonnenschein. Getoppt wurde das Ganze noch von der Tatsache, dass mein Zimmer direkte Aussicht auf den Eiffelturm (der praktisch direkt vor unserer Nase lag) hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Mittag trafen sich alle internationalen Diabetes Blogger in der Lobby, um gemeinsam mit Taxis zur Eventlocation, dem wunderschönen Cyclone Studio, zu fahren. (http://www.cyclonelesite.com). Es ist immer wieder großartig, so viele inspirierende Leute wiederzusehen und Personen zu treffen, die in ähnlichen Situationen wie man selbst sind und täglich mit ihrer Diabetes Diva zu kämpfen haben. Auch wenn das Leben mit Typ 1 Diabetes manchmal sehr hart ist, tut es gut, sich mit jemandem auszutauschen, der einen versteht.

In diesem Studio fand das sogenannte „Diabetes Meet Up“ statt, bei dem uns das Insight CGM und die dazugehörige App von Roche vorgestellt wurde.

Eine Besonderheit dabei stellen die sogenannten „Smart Warnings“ dar. Hier kann man verschiedene Töne passend zu den Alarmen auswählen oder gewisse Alarme für eine bestimmte Zeit ausschalten. Dies erlaubt eine komplette Anpassung der Alarmeeinstellungen (bis auf den Safety Alarm bei super niedrigen Blutzuckerwerten) an seine persönlichen Bedürfnisse. Die Individualisierung soll des Weiteren dazu dienen, ein Alarm Burnout zu verhindern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Vorstellung ging´s weiter zum Louvre mit seinen wunderschönen Gemälden und beeindruckenden Skulpturen. Ich könnte Tage in diesem Museum verbringen, um mehr über die Maler und die Geschichte hinter ihrer Arbeit und ihren Meisterwerken zu erfahren.

Den krönenden Abschluss des Tages bildete ein Dinner in einem Restaurant nahe des Museums.

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag ging es dann am Vormittag zum ATTD, dem Kongress für „Advanced Technologies & Treatment for Diabetes“. Meinen Bericht über die neueste Technologie der Diabetesbehandlung findet ihr hier: http://www.diabetes-austria.com/detail.php?stID=2298

Am Nachmittag machte sich der Großteil der Blogger-Belegschaft wieder auf die Reise nach Hause. Da ich Paris liebe wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mehr Zeit in der Stadt zu verbringen. Deshalb habe ich noch 3 Tage an meinen Aufenthalt gehängt, um das Pariser Flair aufzusaugen.

3 weitere wunderbare Tage mit tollem veganen Essen (dazu nächste Woche ein kleiner Vegan Food Guide), guter Musiker, großartiger Architektur und einer zahmen Blutzucker Diva, die der Stadt anscheinend ebenso wie ich verfallen war und bin.

Vor dem Rückflug nach Wien blieb ich vom Check In Drama wieder mal nicht verschont. Wieder einmal piepste es, als ich durch den Körperscanner ging. Die Mitarbeiter der Security signalisierten mir auf die Seite zu gehen. Trotz mehrerer Versuche zu erklären, dass ich Typ 1 Diabetes habe und ich eine Insulinpumpe und einen Sensor bei mir trage, wurde ich ziemlich unsanft abgetastet. Meine Erklärungen stießen auf taube Ohren, die Security wurde immer grober und riss mir zu guter Letzt dabei noch den Katheter aus. Zwar bestimmt nicht mit Absicht – allerdings machte das die Situation nicht weniger unangenehm.

In solchen Situationen komme ich mir vor, als wäre ich der einzige Diabetiker mit Pumpe, der sich auf die Reise macht. Wird das Bodenpersonal nicht geschult, dass es diese Krankheit gibt, dass man gewisse Hilfsmittel wie Insulin, Injektionen, Nadeln, Pumpe, usw. benötigt? Ich habe immer eine ärztliche Bestätigung bei mir, die beweist, dass ich Typ 1 Diabetiker bin und ich gewisse medizinische Utensilien benötige. Und selbst diese ist oft nicht ausreichend.

 

Zusammengefasst war der Kongress eine tolle Möglichkeit, wieder viel Neues zu erfahren und sich mit den Bloggern-Kollegen auszutauschen.

Ein riesiges Dankeschön an Roche für die Einladung!

 

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