Diabetes-Blog-Woche: Zukunftsmusik – Diabetes im Jahr 2025

“Wie könnte die Diabetes-Therapie in 10 Jahren aussehen? Neue Tools und Gadgets, ein Artificial Pancreas? Vielleicht sogar Heilung? Und wie wird es in der #doc aussehen? Dein Blick in die Zukunft…” 

Zugegeben – die ganzen Artikel in Zeitungen und im Internet über diverse Heilungen für Diabetes nehme ich selten Ernst, denn damit werden oft nur falsche Hoffnungen geweckt.

Ob ich an eine Heilung glaube? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich finde es ganz wichtig, dass in dem Bereich weiter geforscht wird – allerdings denke ich, dass wir von einer Heilung noch sehr weit entfernt sind.

Woran ich aber glaube ist die kontinuierliche Verbesserung der Insulin Pumpen, Blutzuckermessgeräte, CGM & co. – denn wenn man sich die ersten Insulinpumpen so ansieht….

 

Quelle: http://www.wired.com/2014/12/diabetes-patients-hacking-together-diy-bionic-pancreases/ & http://www.picturetrail.com/sfx/album/view/201986

 

Die Technologie hat sich wahnsinnig verändert und sie verbessert sich ständig. Wenn man bedenkt, dass man die erste Insulinpumpe am Rücken tragen musste und sie heute locker in einer Hand zu halten ist?

Damals war auch die Lebenserwartung von Leuten mit Diabetes sehr niedrig, heute kann man mit den vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten ein sehr gutes und langes Leben führen: man kann essen was man will, man kann Sport machen, man kann reisen! Ich bin mir sicher, dass man sich früher nicht vorstellen konnte ein kleines Gerät auf seinem Arm zu tragen, das einem eine kontinuierliche Blutzuckerüberwachung bietet – also bin ich gespannt was sich in den nächsten Jahren noch tun wird.

Wie stelle ich mir die Diabetes Therapie also in 10 Jahren vor?

  • eine Verbindung von Insulinpumpe und iPod! 😉
  • Closed Loop System
  • Kostenübernahme der Krankenkassen für CGM und Insulin für alle
  • INSULIN FÜR ALLE

Der letzte Punkt ist für mich der Wichtigste von allen. Insulin für alle. Nicht für alle Leute ist es zugänglich. Vor allem Länder wie Afrika, Indien oder die Philippinen sind davon betroffen,  wo Insulin mehr als 50% des jährlichen Einkommens einnimmt. Kinder und Jugendliche sterben, weil sich Eltern keine Behandlung leisten können, Ärzte nicht auffindbar sind, zu weit weg sind oder keinen Zugang zu Informationen über Diabetes haben. Mädchen in Indien werden von ihren Familien verstoßen, da sie aufgrund der Diagnose keine Chance haben in die Schule zu gehen oder einen Mann zu heiraten. Was hier in Österreich gut behandelbar ist, wird in anderen Ländern zu einem Todesurteil.

Ich bin dankbar. Dankbar dafür, dass ich hier in Österreich die Möglichkeit habe mir mehrmals den Blutzucker messen zu können, ein CGM und eine Insulin Pumpe tragen zu können und mir mehr als genug Insulin, Nadeln, Stechhilfen, etc. zur Verfügung stehen. Klar ist das Leben mit Diabetes nicht immer einfach – es ist ein 24 Stunden Job der einem viel Kraft, Schlaf, Arbeit und Nerven abverlangt – nichtsdestotrotz bin ich mehr als glücklich mit den Möglichkeiten die mir hier geboten werden um das beste aus meiner Situation zu machen und mein Leben zu genießen.

Cebu November 2013 (1)

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